Rezension: Der Psychopath von Bram Dehouck

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 Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: btb Verlag
Originaltitel: Hellekind
 Sprache: Deutsch
Genre: Thriller

Sam ist anders als andere Kinder. Das merken seine Eltern früh. Doch der Arzt und die Krankenschwester versuchen, das auffällige Verhalten ihres Sohnes zu erklären, Sams Mitschüler zu beruhigen. Bis die Lage eskaliert. Sams Vater sieht nur eine Lösung. Eine Lösung, die ein Vater eigentlich nie wählen würde...

Gerade noch hat Wachtmeister Thomas Gijsen gedacht, es würde wohl ein ruhiger Tag werden, als die Frau hereingestürmt kommt.

  • Wald
  • Vater
  • Nanny

Die Geschichte
Da das Buch mit seinen etwas mehr als 200 Seiten recht dünn ist, habe ich einen rasanten und kurzweiligen Thriller erwartet. Tatsächlich startet die Geschichte auch gleich mitten drin und baut somit Spannung auf. Leider war für mich diese Spannung nur von kurzer Dauer. Das Buch ist in meist sehr kurzen Kapitel gegliedert und mich hat es anfangs total verwirrt, dass man ständig von der Gegenwart in die Vergangenheit zurückspringt. Es hat bei mir eine Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte und dem Geschehen ohne weitere Schwierigkeiten folgen konnte.
Die psychologischen Aspekte fand ich in dem Buch jedoch sehr gelungen. Es verfolgt einem ständig die Frage, wer denn der wirkliche Psychopath ist. Auch die Zusammenhänge der Vergangenheit und Gegenwart waren gut ersichtlich und haben geholfen die Charaktere besser kennenzulernen und deren Handlungen nachzuvollziehen.

Die Charaktere
Die Charaktere kamen mir alle sehr authentisch vor. Sowohl Sam, der eine psychische Störung hat, als auch seine Mutter, die ihn in Schutz nimmt und sein Vater, der Sam loswerden möchte. Besonders Sams Vater Chris lernt man sehr gut kennen, was ich sehr spannend zu lesen fand.

Der Schreibstil
Nachdem ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnt hatte, hat er mir sehr gut gefallen. Ich kann nicht genau sagen an was es lag, aber anfangs musste ich einige Passage einfach mehrmals lesen. Ob das so direkt mit dem Schreibstil oder eher mit der mangelnden Spannung zu tun hatte, ist mir bis jetzt ein Rätsel. 

Der Titel
Der Psychopath finde ich einen perfekten Titel. Er macht nicht nur neugierig, sondern ist auch passend zur Geschichte.

Das Cover
Jetzt, wo ich das Cover so genau betrachte, fällt mir auf, dass der rot-schwarze Hintergrund ein Wald darstellt. Da sich ein großer Teil des Buches dort abspielt finde ich es total passend. Auch die Schrift auf dem Cover sticht einem sofort ins Auge und ist für alle Thriller-Fans auf jeden Fall ein Eyecatcher. 

 Für einen Thriller hat mir bei diesem Buch einfach zu oft die Spannung gefehlt. Die ganzen psychischen Aspekte waren aber sehr interessant zu lesen und haben der Geschichte etwas Tiefe verliehen. Auch kommt man sehr schnell durch das Buch durch, da es recht dünn ist und die Kapitel kurz gehalten sind.


Herzlichen Dank dem btb Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!








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